VERWERTUNGSSTRATEGIEN

Reproducts



DATEN UND FAKTEN
1989 - 2010

Reproducts wurde im Jahr 1990 zum Zweck der Sammlung, Weiterverarbeitung und Umwertung von vorgefundenen Medienmaterialien gegründet.

Ziel der Arbeit ist das Aufspüren, Freilegen und Reinigen von Schnittstellen zwischen Privatheit und Öffentlichkeit.


DIE GESCHICHTE

2010 Veröffentlichung eines Grundsatz-Interviews in der Wochenzeitung der Freitag anlässlich des Erscheinens von „Der Kommissar“ auf DVD
Fertigstellung des Kurzfilms „Go Bash“ in Zusammenarbeit mit der Produktionsfirma Final Touch
2009 Förderungszusagen für das Kurzfilmprojekt „Go Bash“ durch die FFHSH, Kuratorium junger deutscher Film und den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien
2008 Künstlerische Mitarbeit an „Darwin-win, Martin Loser-Drag King & Hygiene auf Tauris“ von René Pollesch, Volksbühne Berlin, sowie Konzept und Texte des Programmhefts
2007 Einladung von „Travelling Light Guide, Teil 2“ zum Theaterfestival „150prozent made in Hamburg“ in der Opera Stabile
Präsentation des Archivs auf der Eröffnungsveranstaltung von „wirsindwoanders #2“, Hamburg, im Rahmen von FLOSSymbiont
Premiere der multimedialen Lesung „Kurier dich selbst ... im Moor-Blog von Uebel“ auf der literatur altonale 2007
Gestaltung und Präsentation des Medien-Programms der Veranstaltungsreihe „Deleted Time“ von der Berliner Gazette
Teilnahme an der Ausstellungs- und Vortragsreihe „Copieren & Verfälschen“ im Künstlerhaus FRISE, Hamburg
2006 Eröffnung der YouTube-Präsenz; seitdem sukzessive Einspeisung der filmischen Arbeiten sowie plattformspezifischer Produktionen
Engagement auf Kampnagel für die Gestaltung von drei Inszenierungen des virtuellen Reisemagazins „Travelling Light Guide“ in Zusammenarbeit mit Dorothee Daphi von der Gruppe ab, November 2005 bis April 2006
2005 Premiere der multimedialen Inszenierung „Heartbreak Hotel“ auf der literatur altonale 2005, 17. Juni 2005
Teilnahme mit der Installation „redriverrun“ an der Ausstellung „Horsing Around“ in der Galerie Neurotitan, Haus Schwarzenberg, Berlin, 5.-27. Februar 2005
2004 Erstellung einer 34-teiligen Kartenserie für die Ausstellung „Editionen“ zum Jubiläum der Galerie WBD, Berlin, vom 10. bis zum 25. September
Teilnahme an der Werkleitz Biennale 2004 in Halle an der Saale, September 2004
Fertigstellung des Drehbuchs zu dem Kinospielfilm „Der Schläfer“, gefördert von der Filmförderung Hamburg
Premiere der neuen und erweiterten Fassung von „Reisen & Speisen“ im Rahmen des Theaterfestivalseat it!“ auf Kampnagel, Hamburg, am 21. Mai
Eine umgestaltete Version von „Reisen & Speisen“ eröffnet die Sylvesterfeier am HAU 2 in Berlin
2003 Blockseminar an der Bauhaus Uni zu Weimar unter dem Titel „Fernsehen und Erkenntnispraxis“ im Sommersemester 2003
Solidaritätsveranstaltung des Fernsehmuseums* in Berlin auf Initiative der Berliner Gazette zur Bewahrung des Hauses Schwarzenberg am 4. April 2003
Vorstellung der spezifischen Themen und Arbeitsweisen auf dem Symposium „Erdung - neue Heimatgefühle in der Medienkunst“ im 16. Stuttgarter Filmwinter am 17. und 18. Januar 2003
2002 Aufführung des Programms „1977 - No Future for Glam Rock“ anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Künstlerhaus Hamburg e.V. am 16. November 2003
Teilnahme an der Baltischen Biennale, der ArtGenda 2002, als Pate für das Kombinationsprojekt „AV Clash“ sowie Kuratierung der ArtGenda-Filmgala im Juni 2002
2001 Eröffnung einer Dependance der monatlichen Sozialen Plastik „Fernsehmuseum“* in Berlin im Kinosaal der Z-Bar, Berlin-Mitte, am 7. Dezember 2000
Teilnahme an der Ausstellung „Noch ist nichts zu sehen“ in der Berliner Galerie WBD vom 4. bis zum 19. Mai 2001
2000 Umfassende Retrospektive beim Augsburger Kurzfilmfest vom 15. bis zum 22. November 2000
Erstausstrahlung der „Mainzel Mix“-Serie am 7. Februar 2000 im ZDF
1999 Ausstrahlung der nach einem von Reproducts entwickelten Konzept 60minütigen Dokumentation „Fernsehzauber“ über 32 Jahre „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ auf 3sat am 8. Dezember 1999
Organisation der Gedenkveranstaltung „Das Spalier der Lebensfreude“ im Hamburger Lichtmesz-Kino anlässlich des 10. Jahrestages der Vernichtung der DDR am 3. Oktober 1999
Uraufführung der „Jürgen Fliege“-Meditation „Ja & Amen“ auf dem Internationalen Kurzfilmfest Hamburg im Juni 1999
„Reisen & Speisen“ bildet den Abschluss der „Norddeutschen Theatertage“ in Lübeck am 9. Mai 1999
1998 Teilnahme an dem „Architectuur International Rotterdam“-Symposion in Rotterdam vom 1. bis zum 30. November 1998
Erstmalige Materialisierung der Sozialen Plastik „Das Reproducts-Fernsehmuseum“* am 3. November 1998, die seitdem monatlich in der Vorführung der Hamburger Kurzfilmagentur entsteht
Einladung in den Kunstverein Basel zu der Ausstellung „Fernsehen für alle“ vom 14. bis zum 21. August 1998
Produktion einer Miniserie im Auftrag des ZDF unter dem Titel „Mainzel Mix“
1997 Durchführung einer Live-Gedenkfeier im Hamburger Metropolis-Kino anläßlich der 300. und letzten „XY“-Sendung mit Eduard Zimmermann am 24. Oktober 1997
Vorstellung der CD-ROM „Kyberkur in Bad Lux“, Systhema Verlag München, auf der Frankfurter Buchmesse
Teilnahme an dem jährlichen Kongress der „International Psychohistoric Association“ in New York vom 5. bis zum 12. Juni 1997
Teilnahme an der Ausstellung „Punch In Out“ im Hamburger Kunstverein vom 4. Februar bis zum 9. März 1997
1996 Uraufführung des Theaterstücks „Reisen & Speisen“ in Hamburg am 20. Dezember 1996
Der Spiegel“ veröffentlicht am 5. August 1996 im Gesellschaftsteil auf einer Seite ein Porträt der Gruppe und ihrer bisherigen Medien-Arbeit
Einladung zur Jahrestagung der European Psychohistoric Association in Amsterdam vom 5. bis zum 7. Mai 1996
Teilnahme an der Düsseldorfer Kunstgegenmesse zur Art Cologne mit dem Projekt „Zukunft für alle“
1995 Einladung der Gruppe auf das AVE-Festival in Arnheim vom 9. bis zum 15. November 1995
Teilnahme an dem Theaterprojekt „Glücklich ist, wer vergißt...“ vom Schauspielhaus Hamburg auf dem ehemaligen Erschießungsplatz und nachfolgenden Truppenübungsplatz Höltigbaum im Sommer 1995
1994 Uraufführung der „Todesboten“ im Hamburger Westwerk am 4. Februar 1994
1993 Konzeption einer interaktiven Multimedia-Anwendung im Auftrag von Euro Ralph, dem europäischen Label der Gruppe „The Residents“, San Francisco, zur der Wiederveröffentlichung der CD „The Third Reich 'n' Roll“ am 20. April 1993
1991 Uraufführung der Ton-Bildschau „Die Tränenphiole“ im Konferenzsaal der Deutschen BP Aktiengesellschaft, Hamburg, am 30. Mai 1991
1990 Öffentliches Debut der Gruppe unter dem Titel „Alles Neu“ im Hamburger Metropolis-Kino am 21. Dezember 1990
1989 Erstes Projekt der Gruppe unter der Bezeichnung „Re-Products“ - der strukturelle Werbefilm „Neu“ für den Versandhauskatalog „Die Moderne Hausfrau“


DAS REPRODUCTS-FERNSEHMUSEUM

Reproducts gestaltet regelmäßig eine Soziale Plastik unter dem Titel „Das Reproducts-Fernsehmuseum“. Dieses Kunstwerk bringt ein Mal im Monat neue, unbekannte oder alte, längst vergessene TV-Produktionen und Zuschauer zusammen. Die Teilnahme an der Formung dieser Sozialen Plastik, die der Kommunikation und der Restitution längst vergessener Fernsehformen dient, ist für die Besucher kostenfrei.

In der momentanen Existenz während der öffentlichen Sichtungen dient das Reproducts-Fernsehmuseum als Soziale Plastik der Bewahrung und Wiederbelebung des gemeinsamen Fernsehens.

In der grundsätzlichen Existenz hat das Reproducts-Fernsehmuseum drei Funktionen: die Wahrung der Qualitätssicherung im TV, die Bewusstmachung von strukturellen Mustern und seriellen Motiven sowie die Herstellung von Querbezügen zwischen Formaten, Themen, Darstellern und Konsumenten.

Das Reproducts-Fernsehmuseum ist eine unabhängige Einrichtung, die sich nur aus der Energie und den Wertmaßstäben seiner Mitarbeiter organisiert. Es archiviert und zeigt besondere, historisch bedeutsame oder schlicht gute Sendungen – ohne Ansehen des Erstausstrahlungsdatums oder des Fernsehsenders.


Das Reproducts-Fernsehmuseum ist das Gewissen der Fernsehens.

In Kooperation mit Abteilung DG in der Z-Bar, Bergstraße 2, Berlin-Mitte


Reproducts * archiv@reproducts.de * http://www.reproducts.de