2004, Drehbuch für einen Kinospielfilm
Autoren: Stefan Eckel und Stefan Prehn
Konzept: Reproducts
Förderung: Filmförderung Hamburg GmbH
DER SCHLÄFER des Autoren/Regisseur-Teams Stefan Eckel und Stefan Prehn ("Staplerfahrer Klaus") stellt die konsequente Fortführung des Reproducts-Prinzips auf einer neuen Ebene dar. Die Entwicklung des Drehbuchs zu diesem burlesken Agenten-Splattermovie wurde im Jahr 2002 von der Filmförderung Hamburg GmbH gefördert. Das fertige Buch wurde am 30. April 2004 abgegeben.
Kurzinhalt:
DER SCHLÄFER hat eingeschlagen wie eine Bombe! Schon nach wenigen
Folgen ist die neue Fernsehshow zur meistdiskutierten und
meistgesehenen des Landes geworden. Das Konzept ist so simpel wie
brutal: Ihr Hauptdarsteller ist der Schläfer - für die Zuschauer ein
Mann ohne Namen und ohne Gesicht. Er ist genialer
Verwandlungskünstler, unwiderstehlicher Charmeur und Kampfsportmeister
in einer Person. So verschafft er sich in immer neuen Masken Zugang zu
anderen Fernsehsendungen und spielt dort mit. Der Schläfer ist ein
Maulwurf, der im skandalträchtigsten Moment zuschlägt und die
gegnerische Sendung ins bodenlose Chaos stürzt. Die bildwirksam
eingefangenen Katastrophen sind das Material, mit dem DER SCHLÄFER die
nach Schadenfreude gierenden Zuschauermassen vor den Fernsehschirm
lockt. Bis ihm selbst das Unerwartete geschieht und er durch einen
schweren Sturz ins Koma fällt. Ausgerechnet dann, als seine
einzigartigen Fähigkeiten am meisten gebraucht werden - denn die
Konkurrenz nutzt seine Schwäche gnadenlos aus. So steht plötzlich
nicht nur das Schicksal seiner Sendung auf dem Spiel - auch sein
eigenes und das seiner großen Liebe. Um den Kampf gegen seine Gegner
aufzunehmen, werden in einem Labor für Nanoneurotechnologie in das
Komagehirn des Schläfers Simulationen eingespeist, durch die er in der
realen Welt handeln kann. Typische Situationen aus dem TV: Soaps,
Krimi-, Tier-, Arzt-, Jugend-, Anwalts-, Comedy-, Zeichentrickserien
oder Dauerwerbesendungen. Das sind die Welten, in denen sich der
Schläfer heimisch und sicher fühlt. Sie sind die Hülle, die seine
beschädigte Psyche vor den tödlichen Gefahren der Außenwelt schützen.
Doch sein Sturz war mehr als nur ein Schlag auf den Kopf - er hat ein
lange verschüttetes Trauma aus seiner Kindheit freigelegt. Hier liegt
der Schlüssel zu dem Geheimnis, das den Schläfer im Grunde seines
Daseins lähmt. Nur die Liebe zu der Frau seines Lebens führt ihn im
Labyrinth der Fernsehsimulationen schließlich zu jener Tür, hinter der
er diesen Dämon der Vergangenheit finden und vernichten kann. Nun
wacht der Schläfer endlich wirklich auf und kommt im wahren Leben an.
Oder sollte das etwa auch nur eine weitere Illusion sein?