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Ars und Arsen

Der Hautgout des feinen Geschmacks

Ars Vivendi

Die Hauptstadt hat einen unwiderstehlichen Sog - alle hippen Leute ziehen weg, alle Firmen verlegen ihren Zentrale dorthin. Bevor Hamburg jedoch gänzlich in provinzieller Bedeutungslosigkeit versinkt, holt das Fernsehmuseum einen Teller Berliner Bettelsuppe an die Elbe und zeigt, dass auch in der brandenburgischen Tiefebene nur mit Wasser gekocht wird. Ars Vivendi ist schon seit Jahren auf Sendung bei FAB ("Fernsehen Aus Berlin" - das ist das "Hamburg 1" vom Kudamm). Moderiert wird das Magazin von einem bonvivantschen Wortkaskadeur, der FABs Medienmacht nutzt, um sich kostenlos durch alle Lokale in und um Berlin durchzufuttern. Das ist noch nichts Besonderes. Wie das fleischgewordene Michelin-Sternemännchen von eigenen Gnaden dies allerdings tut, ist einzigartig und unvergleichlich wie das Gefühl von Chilischotenfingern, die über Schleimhäute reiben.

Das Fernsehmuseum bittet zum Monolog am Tisch bei zweierlei vom Restgehirn im eigenen Jus. Als besondere Beilage wird die Sendung mit Werbeunterbrechungen gezeigt, da die Dia-Clips vom Moderator selbst eingesprochen werden. Das ist Cuisine!

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