Da gibt es so eine wahnsinnig beliebte Serie um eine WG von Freunden, die sich sinnigerweise Friends nennt. Wie oft schon haben wir daran vorbeigezappt! Da spielte so eine Frau mit - Phiebi oder Fibi oder so. Irgend so ein TV-Girl mit Namen Lisa Kudrow machte das. Na ja, blond halt. Als sich dann die erste Folge von The Comeback in der Medienreuse des Reproducts-Labors verfing, trauten auch hartgesottene Spezialisten ihren Augen nicht: Lisa Kudrow ist eine begnadete Schauspielerin, die eine geniale Serie mitproduziert und mitgeschrieben hat! Die Idee und der Großteil der Bücher zu The Comeback stammt von Michael Patrick King, der bereits mit Sex and the City gezeigt hat, dass er richtig was drauf hat. Aber bei diesem Wurf ist der Diskus glatt aus dem Stadion geflogen...
Es fängt an wie im echten Leben: Lisa Kudrow ist Valerie Cherish - eine Sitcom-Darstellerin, die mit einer wahnsinnig erfolgreichen Sitcom wahnsinnig beliebt geworden war. Bis Mitte der 90er. Seitdem würde sie gern zurückkommen ins Showgeschäft, aber das klappt nicht so richtig. Bis sie auf das Angebot ihres alten Senders eingeht: Sie bekommt eine Rolle in einer neuen Sitcom - und ihre Erlebnisse während dieses Comebacks werden rund um die Uhr von einem Reality-TV-Team eingefangen. So zeigt The Comeback "raw footage", wie es immer im Vorspann heißt: Handkameragezappel, das keine verzweifelte Bemühung, keine Demütigung, keine Lachfalte, keine Träne auslässt. Soweit wäre es noch Durchschnitt. Lisa Kudrow ist es jedoch zu verdanken, dass die Figur der Valerie immer ambivalent bleibt - hyperreal wie im echten Leben. Valerie ist jederzeit Täter und Opfer zugleich.
Ohne Zweifel das bedeutendste Fernsehereignis des neuen Jahrtausends.