Präzendenzfälle aus dem Schaffensprozess
Ausstellung und Vortrag
Hamburg, Kunsthaus FRISE, April 2007
Der Name ist Programm: reproducts bedient sich der verschiedenen Medienmaterialien und schafft daraus etwas Neues. In Metamorphosen entsteht etwas ganz anderes – oder der Akt der Konzentration führt zur Quintessenz der Vorlage. Aber gleich ob „gegen den Strich gebürstet“ oder eingedampft auf die Substanz oder alle Mischformen dazwischen: Das auf medialer Folie veröffentlichte Private wird von der Gruppe dadurch wieder reprivatisiert – ein klarer Fall für den Urheberrechtsgerichtshof! Aber bevor es soweit kommt, haben die Künstler sich selbst zu befragen und zu entscheiden, welche Aneignung für das eigene Gewissen ethisch vertretbar ist und welche nicht.
Anhand ausgewählter Beispiele von Bildern, Filmen und Performances mit gefundenen Materialien erläutern zwei Mitglieder von reproducts, wann und warum welche Entscheidungen wie getroffen wurden.
http://www.frise.de/fake/archiv.htm